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Merkmalmodelle und Familienmodelle

Die Idee hinter pure::variants ist Erzeugung von Produktlinen durch die Verwendung von Merkmalmodellen und Komponentenmodellen. Im Gegensatz zu bekannten Technologien auf der Basis von Featuremodellen wird das zu bearbeitende Problem in pure::variants in Merkmalmodellen dargestellt, während die entsprechenden Lösungen in Familienmodelle aufgenommen werden. Beide Modelltypen sind getrennt und unabhängig voneinander. Familienmodelle "speichern" die Beziehungen der Elemente einer Software untereinander, ihre Abhängigkeiten und Bedingungen. Das Familienmodell besteht aus Komponenten, die jeweils mindestens ein Attribut der Softwarelösung repräsentieren. Komponenten enthalten logische Teile wie Klassen, Objekte, Funktionen, Variablen und Dokumentationen. Ein Merkmalmodell spezifiziert die Eigenschaften einer Produktlinie. Es ermöglicht die einheitliche Darstellung ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Komplexe Projekte

Im Gegensatz zu anderen Ansätzen bietet pure::variants die Vorraussetzungen zum Einsatz mehrerer Merkmalmodelle, die hierarchisch verbunden werden können. Dieser Ansatz sichert die Konsistenz der gewählten Merkmalmodelle und ermöglicht in Verbindung mit der mehrheitlich automatischen Auflösung von Konflikten auch die Realisierung von Projekten mit hoher Komplexität. Zudem verbessert die Nutzung mehrer Merkmalmodelle die Möglichkeiten zur Wiederverwendung der Produktlinien und ihrer Bestandteile.

 

Anforderungen werden Lösungen

pure::variants unterstützt so die Gestaltung und Nutzung von Softwareproduktfamilien. Während der Phasen Problemanalyse und Lösungsdesign speichert und verwaltet pure::variants alle Modelle und Informationen. Darauf basierend werden kundenspezifische Lösungen automatisch erstellt. Der Nutzer (Kunde, Entwickler, Vertriebsmitarbeiter) wählt die Eigenschaften des gewünschten Produktes im Merkmalmodell aus. pure::variants überprüft die Gültigkeit der Auswahl und löst eventuelle Abhängigkeitskonflikte zwischen den geforderten Merkmalen. Eine gültige Kombination führt zu einer Überprüfung der Familienmodelle, die die Komponentenbeschreibungen mit den logischen und physischen Bestandteilen enthalten. Diese überführt die Lösung in eine abstrakte Beschreibung der Produktvariante. Diese Beschreibung steuert den Transformationsprozess zur Erzeugung der entsprechenden Softwarelösung.

Konflikte - automatisch auflösen

Bestehende Konflikte werden durch pure::variants in allen Stufen des Überprüfungsprozesses automatisch aufgelöst. Sollte diese Möglichkeit einmal nicht bestehen, wird der gefundene Konflikt registriert und die Behandlung an den Entwickler übergeben.

 

Technische Daten

  • Unterstützte Entwicklungsplattformen
    • Windows 2000 and XP
    • Linux
    • Unterstützte Erweiterungsschnittstellen
      • SOAP
      • COM/OLE (DE/SE, nur Windows)
      • Eclipse extension point interface
      • XSLT
    • XML basierende Datenformate
    • unabhängig von Programmiersprachen
    • nahtlose Integration in die Eclipse IDE
    • Optionale Erweiterungsmodule (nicht für CE)
      • SCM Zugriff (CVS, Subversion, IBM ClearCase)
      • RM Zugriff (Doors, CaliberRM)
      • Wiki Integration, Bugzilla Integration
    • Unterstützte Import-/Exportformate
      • HTML
      • XML
      • CSV
      • Erweiterbar über nutzerdefinierte Import-/Exportmodule